Reifenschmiermittel

DSC_0072Reifenschmiermittel sind Segen und Fluch in einem. Es gibt hunderte unterschiedliche und immer eines welches auf einer bestimmten Strecke besser funktioniert. Wer die Möglichkeit hat vor einem Rennen viel zu trainieren kann hier einige zehntel auf seine Konkurrenz gut machen.

 

Prinizpiell kann man Schmiermittel unterscheiden in dünnflüssige und dickflüssige, sowie geruchsneutrale und geruchsintensive Schmiermittel.

 

Dünn- und Dickflüssige Schmiermittel:

Dünnflüssige Schmiermittel (ölige Schmiermittel) finden oft Verwendung bei Rennen mit Teppichbelag und/oder Moosgummireifen. Sie ziehen sehr schnell in den Gummi ein, brauchen also nur 5 bis 15 Minuten bis sie vollständig eingezogen sind.
Dünnflüssige Schmiermittel können auch noch weiter unterteilt werden in ölhaltig und ölfrei, was besonders für Hallenrennen wichtig ist, da das Öl den Teppich angreifen kann.

Dickflüssige Schmiermittel (fettige Schmiermittel) werden hauptsächlich auf Asphaltstrecken im freien verwendet. Sie brauchen länger um in den Gummi einzuziehen, dadurch benötigen sie auch eine längere Einwirkdauer.

 

Geruchsneutrale und Geruchsintensive Schmiermittel:

Geruchsneutrale Schmiermittel (auch Geruchslose Schmiermittel) sind Schmiermittel, welche nicht sehr stark riechen.

Geruchsintensive Schmiermittel sind Schmiermittel, welche sehr stark nach den enthaltenen, chemischen Substanzen riechen. Sie sind meistens sehr gifitg, können aber besser in den Gummi einziehen und ihn weicher machen, was in mehr Griff resultiert. Meißtens kann man jedoch auch noch nach dem Lauf das Schmiermittel auf der Lauffläche riechen.

 

Und nun zu den einzelnen, von mir getesteten Schmiermittel:

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MR33 Rheinard – Tire Traction Compound: (links)
dickflüssig / geruchsneutral
Das MR33 ist ein dickflüssiges, öliges, nahezu geruchsneutrales Schmiermittel, welches gold/rötlich schimmert. Es bietet sehr viel Griff, funktioniert auf sehr vielen Strecken, bleibt über die gesamte Fahrdauer konstant und ist das Lieblingsschmiermittel sehr vieler Fahrer. Negativ zu bemerken ist, dass die Farbe und der Geruch zwischen den Chargen des Schmiermittels stark variiert.

Trinity Tire Tweak 2000: (rechts)
dickflüssig / geruchsneutral
Der Klassiker unter den dickflüssigen Schmiermittel. Es bietet auch relativ viel griff, bleibt aber auf manchen Strecken nicht über die ganze Fahrzeit konstant.

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LRP Asphalt Tire Traction: (links)
dünnflüssig / geruchsneutral
Das LRP Asphalt das erste Schmiermittel von LRP für den Outdoor-bereich. Mittlerweile verwenden es kaum noch wer. Es zieht nicht vollständig in den Reifen ein, und baut verhältnismäßig wenig Griff auf.

LRP Carpet: (rechts)
dünnflüssig / geruchsneutral
Das erste LRP Schmiermittel für den Teppich. Es funktioniert aber auch auf Asphalt sehr gut. Es hat moderaten griff und bleibt über die gesamte Fahrdauer konstant. Es gibt mittlerweile sicherlich bessere Schmiermittel.

LRP Carpet2: (mitte)
dünnflüssig / geruchsneutral
Die zweite Version des Teppischmiermittels von LRP. Dieses war durch seine neue Zusammensetzung auf Anhieb viel beliebter als sein Vorgänger. – auch auf Asphaltsrecken! So wurde es auch bei der ETS auf Aspaltsrecken verwendet.

LRP Carpet3: (nicht am Bild zu sehen):
dünnflüssig / geruchsneutral
Die dritte Version des LRP Carpet ist nur eine leicht abgeänderte Mixtur der Inhaltsstoffe des LRP Carpet2. Daher gibt es (wenn überhaupt) nur sehr geringe Unterschiede zwischen diesen beiden Schmiermitteln. Mir persönlich war das Carpet2 bis jetzt immer lieber als das Carpet3.

DSC_0002

Team Corally Carpet Jack: (links)
dünnflssig/geruchsneutral
Dieses Schmiermittel ist (wie der Name schon sagt) für Teppichrennen ausgelegt – und auf diesem funktioniert es auch wirklich gut. Es hat zwar nur moderaten Griff, aber dieser bleibt über die ganze Fahrzeit konstant. Für Asphalt ist es nicht wirklich zu empfehlen.

Team Corally Jack the Gripper: (nicht am Bild zu sehen)
dünnflüssig/geruchsneutral
Der Jack the gripper war mein allererstes Schmiermittel. Es ist die Outdoor-Version des vorhin genannten Carpet Jack. Auf der Rennstrecke – Teppich sowie Asphalt – konnte ich zwischen den beiden Mitteln keinen Unterschied erkennen. 

Sweep H1: (mitte)
dünnflüssig/geruchsneutral
Dieses Schmiermittel ist das neuste in meiner Sammlung. Daher konnte ich es erst auf einer einzigen Rennstrecke testen, wo es aber relativ gut funktioniert hat. Es hatte vergleichsweise weniger Hinterachsgriff aber mehr Lenkung als zum Beispiel das MR33.

Paragon FXII: (rechts)
dünnflüssig/geruchsintensiv
Dieses Schmiermittel funktioniert wahrscheinlich auf jeder Strecke und unter jeder Bedinnung besser als alle anderen mir bekannten.
ABER: Es ist so geruchsintensiv. Jeder im Fahrerlager bekommt das Öffnen dieser Dose mit. Außerdem riecht der Reifen für seine restliche Lebensdauer danach.

DSC_0058.JPG

Mighty Gripper V3 Gelb: (links)
dünnflüssig/geruchsneutral
Diese Version des Mighty Gripper hat mich ein wenig enttäuscht. Es baute relativ wenig Griff auf, hatte aber relativ viel Lenkung. Außerdem war es über die gesamte Fahrzeit konstant. Diese Schmiermittel wird aber auch für High grip Strecken verkauft. Wahrscheinlich für Rennstrecken mit so viel Griff, dass das Auto in der Kurve bereits anfängt zu kippen. 😉

Mighty Gripper V3 Blau: (rechts)
dünnflüssig/geruchsneutral
Diese Version wird für low Grip Strecken verkauft. Tatsächlich baut dieses Schmiermittel bei weitem mehr Griff auf und bietet daher ein sehr ähnliches Fahrverhalten wie das CS High Grip. Dadurch gilt es auf einigen Strecken auch zu meinen Favoriten. 

Mighty Gripper V3 Rot: (nicht im Bild zu sehen)
dünnflüssig/geruchsneutral
Die Rote Version des Mighty Gripper ist nicht mehr erhältlich. Sie ist aber der Blauen Version sehr ähnlich.

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CS Tire Max Grip: (links)
dickflüssig/geruchsneutral
Dieses Schmiermittel ist das einzige dickflüssige Mittel aus dem Hause CS welches ich kenne – und es gehört auf jeden Fall zu den besseren. Es ist vor allem für den Außeneinsatz auf Asphalt geeignet und funktioniert besonders gut an besonders heißen Sommertagen.

CS Ultra Grip: (nicht im Bild zu sehen)
dünnflüssig/geruchsintensiv (nach zitrone)
Dieses Schmiermittel ist zwar lange nicht so geruchsintensiv wie das Parago FX-II, verheimlichen was man schmiert kann man bei dem CS Ultra Grip jedoch auch nicht, da es stark nach Zitrone riecht. (Sowie auch der Gummi vor und nach dem Fahren). Es baut ordentlich viel Griff auf, verliert diesen aber mit der Zeit vor allem an der Hinterachse. 

CS High Grip: (rechts)
dünnflüssig/geruchsneutral
Dieses Schmiermittel funktioniert auf jeder Rennstrecke, auf Asphalt sowie Teppich (Achtung: ölhaltig!) und von low- bis high grip. Daher ist es meine erste Wahl auf Rennstrecken mit begrenzter Trainingszeit.

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Muchmore Red Sap:
dünnflüssig/geruchsneutral
Dieses Mittel ist auch schon eine Weile auf dem Markt. Auf manchen Strecken ise es einer meiner Favoriten. Es generiert gerade auf staubigen low-grip Strecken viel Hinterachsgriff und haltet diesen konstant über die gesamte Fahrzeit. Verkauft wird es aber eigentlich für High grip Strecken. Für low grip gibt es das (von mir nicht getestete) Blue Sap.

Muchmore Nano Tire Traction Compound:
dünnflüssig/geruchsneutral
Auch dieses Schmiermittel konnte ich noch nicht auf sehr vielen Strecken testen. Auf meiner Heimstrecke konnte es aber nicht ganz überzeugen da es einfach andere Schmiermittel gab die mehr Griff aufbauen konnten.

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Xenon Ultra Gold: (links)
dickflüssig/geruchsneutral
Dieses Schmiermittel war lange zeit mein Liebslingsschmiermittel. Es ist sehr ähnlich zu dem MR33. Es bietet sehr viel Griff, vor allem auf der Hinterachse. Dadurch ergibt sich ein sehr angenehmes Fahrgefühl.

Xenon Ultra Silber / G5000: (rechts)
dünnflüssig/geruchsneutral
Eines der besten dünnflüssigen und geruchsneutralen Schmiermittel. Auch dieses habe ich sehr lange und viel werwendet. Gerade auf Strecken mit wenig Griff da es sehr viel Griff generieren kann.

 

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